Schokolade für die neue Synode

Im Anschluss den Einführungsgottesdienst, unter Leitung von Landesbischof Meister, verteilten Vorstandsmitglieder der Kirchengewerkschaft Niedersachsen über 100 Tafeln Merci-Schokolade. Auf dem Aufkleber war ein Hinweis auf eine Information für die kirchenleitenden Organe, die zeitnah mit Fotos von der Schokoladen-Aktion auf unsere Homepage gestellt werde. Hier die Synodalinfo herunterladen.

Unsere Aktion ist auf eine sehr freundliche Aufnahme gestoßen.

In der Info wurde das gemeinsame Interesse am Erfolg der Kirche betont und auf die Notwendigkeit der verbesserten Personalgewinnung hingewiesen. Unter „Aktuelles aus dem kirchlichen Arbeitsleben“ wurden Fragen der Kita-Förderung aus Kirchensteuermitteln, die mögliche Einführung eines Urlaubsgeldes im Volumen des Leistungsentgelts und das Thema „Keine Kündigung bei Kirchenaustritt“ angesprochen.

Fotos von Peter Fröse

Bericht über die ADK-Klausur am 15./16.1.2020 in Hildesheim

Im Wettbewerb um Fachkräfte wollen sie ganz vorne mitspielen: Die Mitglieder der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission der konföderierten Kirchen in Niedersachsen (ADK) verständigten sich auf einer Klausurtagung über gemeinsame Ziele und konkrete Maßnahmen zur Gewinnung von Fachkräften für den kirchlichen Dienst. Da die ADK paritätisch von der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt wird, konnten beide Interessengruppen ihre jeweiligen Überlegungen einbringen. Aufgabe der ADK ist es, die Tarife für die rund 35.000 Mitarbeitenden der konföderierten Kirchen in Niedersachsen zu beschließen und eigene tarifliche Bestimmungen für die Besonderheiten des kirchlichen Dienstes zu entwickeln.

„Zur Personalgewinnung brauchen wir attraktive Arbeitsbedingungen und eine Kultur, die die Motivation der Beschäftigten stärkt“ – lautet das gemeinsame Fazit der Tagung. Eine faire Entlohnung, verlässliche Beschäftigungsverhältnisse und eine gelingende Balance zwischen Arbeit und Privatleben sind dafür unverzichtbar, so die Mitglieder der ADK.

Konkret wird die Kommission daher über eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit verhandeln, gelingende Konzepte der Personalentwicklung, auch aus dem außerkirchlichen Bereich, in den Blick nehmen und Maßnahmen entwickeln, die das evangelische Profil der Dienststellen und Einrichtungen stärken. „Unsere christlichen Werte sind eine Sinn- und Kraftquelle, die wir wie wohl kein anderer Arbeitgeber anzubieten haben“, halten die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter*innen fest. Einführungswochen und Fortbildungen zur christlichen Identität und Kultur sollen nach dem Willen der ADK-Mitglieder die Dienstgemeinschaft der kirchlichen Mitarbeiterschaft stärken.

Um den evangelischen Kirchen auf dem Arbeitsmarkt eine sichere Wettbewerbsposition zu verschaffen, wollen die Mitglieder der ADK künftig mehr als bisher eigene Impulse setzen, auch an die kirchenleitenden Organe.

Übernahme der Tarifeinigung für die Beschäftigten der Länder

Handschlag nach gelungener Tarifübernahme (links Thomas Müller, Sprecher der Arbeitnehmerseite,
rechts Kirchenoberrätin Annekatrin Herzog, Sprecherin der Arbeitgeberseite)

ADK-Beschluss vom 12.12.2019: Zum neuen Jahr wird es nach dem abgeschlossenen TV eine weitere Tariferhöhung um 3,12%, mindestens aber 90 Euro geben! Die im TV-L fest gelegte Senkung der Jahressonderzahlung auf das Tarifniveau des Jahres 2018 musste im Gegenzug hingenommen werden.

Während die Arbeitnehmerorganisationen die Wochenarbeitszeit für unantastbar erklärt haben, wollten die Kirchenleitungen bis zuletzt die Arbeitszeit auf 39,8 Wochenstunden ausweiten und dafür gleichzeitig die Jahressonderzahlung aber nur minimal anheben. Dies konnte erfolgreich abgewehrt werden! Die von den Arbeitgebern gewünschte Anhebung der Wochenarbeitszeit um 1,3 Wochenstunden wäre eine Verschlechterung von 3,37% bei den Stundenlöhnen gewesen!

Die Änderungen der DVO bei der Übernahme des TV-L sind hier zu finden:

Die Arbeitgeberseite hat deutlich gemacht, dass sie weiterhin die Ausweitung der Wochenarbeitszeit auf 39,8 Stunden anstrebt. Das bedeutet für uns, dass wir mit eurer Unterstützung auch in Zukunft hart weiterverhandeln müssen.

TV-L: Arbeitgeber wollen die 39,8 Stunden-Woche

Während die Arbeitnehmerorganisationen die Wochen-Arbeitszeit für unantastbar erklärt haben, möchten die Kirchenleitungen die Arbeitszeit sukzessive auf 39,8 Wochenstunden ausweiten und dafür gleichzeitig die Jahressonderzahlung auf das Niveau des TV-L anheben. Das bedeutet Streit! Die von den Arbeitgebern gewünschte Anhebung der Wochenarbeitszeit um 1,3 Wochenstunden ist eine Verschlechterung von 3,37%! Das werden die Beschäftigten sicher nicht kampflos hinnehmen. Mehr: Mitgliederinfo TV-L_Winter_2019_Endversion

Keine weitere Absenkung bei der bereits abgesenkten Jahressonderzahlung

Aktuelle Information zur Übernahme des TV-L Abschlusses
Jahressonderzahlung soll nach der Auffassung der Arbeitgeber trotz voller Kirchenkassen weiter abgesenkt werden! Aber nicht mit uns!

Schon jetzt sind die Beschäftigten des TV-L Bereichs gegenüber dem Kommunaltarif benachteiligt, denn dort wird besser bezahlt! Die Personal-Verwaltungen und die Mitarbeitervertretungen in den Kirchenkreisen leiden unter der gespaltenen kirchlichen Tariflandschaft, in der die eine Hälfte nach dem besseren Kommunaltarif und die andere Hälfte nach dem schlechteren Tarifvertrag der Länder bezahlt wird. So gibt es leider trotz Dienstgemeinschaft auch Beschäftigte, die sich als Mitarbeitende zweiter Klasse fühlen könnten. Das darf nicht so bleiben!

Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen fordert deshalb: TVöD für Alle! Im TVöD wird zusätzlich eine im Durchschnitt zweiprozentige Leistungszulage gezahlt. Eine Leistungszulage lehnen wir aber ab. Sie ist nicht mit unserem gewerkschaftlichen Selbstverständnis vereinbar. Wir wollen stattdessen ein Urlaubsgeld in Höhe von 24 Prozent, zahlbar am 30. Juni jeden Jahres erreichen!

Landesbischof Meister entschieden für Klima-Schutz

Landesbischof Meister beim Sternmarsch von Fridays for Future

Während der Landesbischof Meister sich entschieden für Klima-Schutz einsetzt, gehen die mittleren Ebenen eher auf Distanz und verunmöglichten so die Demo-Teilnahme am letzten Freitag.

Vielen Kita-Beschäftigten wurde gesagt, es sei wichtiger den Kita-Betrieb ohne Einschränkungen aufrecht zu erhalten. Also ein Weiter so! Die Einrichtung von Notgruppen, um für die „Bewahrung der Schöpfung“ demonstieren zu können, wurde leider abgelehnt. Dabei steht auch die Zukunft der Kleinsten auf dem Spiel!

Mitgliederversammlung der Kirchengewerkschaft Niedersachsen am 23.05.2019, Bericht aus dem Vorstand

Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen hat am 23.05.2019 ihre turnusmäßig alle zwei Jahre stattfindende Mitgliederversammlung abgehalten.
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden Christel Orb-Runge und Werner Massow wurden mit dem Bericht des Vorstands 14 Jahre erfolgreichen Aufbaus zur größten kirchlichen Arbeitnehmerorganisation in Niedersachsens nachgezeichnet. Von neun Gründungsmitgliedern stieg die Mitgliederzahl schnell und konstant bis hin zur sicheren Konsolidierung, auch wenn vergleichbare Organisationen in ihrem Bestand schrumpften. Dennoch müssen auch wir seit einiger Zeit über die demographische Entwicklung nachdenken und uns flexibel in Hinsicht auf die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitnehmerorganisationen zeigen.

Strukturell gab es mit der Mitgliederversammlung 2017 eine Neuerung: Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen hat seitdem neben dem Hannoveraner Geschäftsführenden Vorstand auch einen Erweiterten Vorstand, der sich alle zwei Monate trifft. Durch die unterschiedlichen Herkunftsorte der Mitglieder sind wir nun auch geographisch niedersachsenweit aufgestellt. In diesem Kontext wurde bei der diesjährigen Mitgliederversammlung ein neues Mitglied in unseren Erweiterten Vorstand gewählt: Alexander Dohe vom Kirchenkreisamt Osnabrück, Abteilung Personal, wird von nun an seinen Beitrag zur Vorstandsarbeit der Kirchengewerkschaft Niedersachsen leisten.

Thematisch ging es für uns lange um eine faire und angemessene Vergütung für kirchliche ArbeitnehmerInnen. In den Jahren 2012-2019 zeigte sich, dass der TV-L nicht mehr konkurrenzfähig war. Der Wechsel zum Kommunaltarif konnte ab 2017 für den Erziehungsdienst, ab 2019 auch für den Sozialdienst durchgesetzt werden.

Aktuell fokussiert sich unsere Arbeit auf die Themenbereiche Fachkräftemangel/-beschaffung, Qualitätssicherung und Älterwerden im Beruf, die so vielen unserer Mitglieder unter den Nägeln brennen.
Im Erziehungsbereich z.B. können die Arbeit mit Notgruppen und mit schlecht bis gar nicht ausgebildetem Aushilfspersonal, Kita-Leitungen am Limit und Kolleginnen und Kollegen, die sich fragen, wie sie die Zeit bis zur Rente überhaupt schaffen können, schlichtweg nicht mehr hingenommen werden!

Aber auch in anderen Bereichen der Kirche ist nicht alles eitel Sonnenschein. Eine qualitative Verbesserung der Bedingungen für kirchliche Arbeitnehmer ist und bleibt unser Top-Thema.

Wir bleiben dran!

Mitgliederversammlung der Kirchengewerkschaft Niedersachsen am 23.05.2019

Am 23.05.2019 war es wieder soweit:

Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen hat ihre turnusmäßig alle zwei Jahre stattfindende Mitgliederversammlung abgehalten.

Günstig gelegen in den Räumen des Gemeinde und Missionswerk Arche e.V., zwei Stockwerke unter unseren Büroräumen, wurde unter regem Zulauf dieser Tag begangen.

Alexander Dohe, Christel Orb-Runge und Werner Massow

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden Christel Orb-Runge und Werner Massow wurde ein neues Mitglied in unseren Erweiterten Vorstand gewählt: Alexander Dohe vom Kirchenkreisamt Osnabrück, Abteilung Personal, wird von nun an seinen Beitrag zur Vorstandsarbeit der Kirchengewerkschaft Niedersachsen leisten.

Julia Willie Hamburg, Landtagsabgeordnete Bündnis 90 / Die Grünen

Die Einladung zu einer regen Diskussion lieferten anschließend die Impulsreferate von Julia Willie Hamburg (Landtagsabgeordnete Bündnis 90 / Die Grünen)

und Thea Heusler (Fachbereichsleitung Caritasverband, Mitglied im Bündnis für Kinder und Familien in Niedersachsen).

Thea Heusler, Fachbereichsleitung Caritasverband, Mitglied im Bündnis für Kinder und Familien in Niedersachsen und Werner Massow

Die Verbesserung der Qualität in den Kitas, die unabdingbar mit einer sinnvoll durchdachten und tragfähig durchgeführten Personalentwicklung sowie besseren Rahmenbedingungen für den Kita-Alltag einhergeht, stellte sich als Top-Thema dar. Die Politik ist hier mehr denn ja gefragt, aber auch der lautstarke Protest der betroffenen Kolleginnen und Kollegen!

Im Kontext der anschließenden Diskussion erhielt jedes anwesende Mitglied die Möglichkeit, seine eigenen Wünsche und Sorgen in puncto Arbeitsalltag schriftlich festzuhalten.

Eure Anliegen sind uns wichtig und geben uns Richtung bei unserer täglichen Arbeit.

Reinhold Schneegans, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nach der Mittagspause stellte sich Reinhold Schneegans, Fachanwalt für Arbeitsrecht, den Anwesenden vor. „Auf guten Rechtsschutz kommt es an“, so Schneegans, der seit Jahresanfang als Syndikusanwalt der Kirchengewerkschaft Niedersachsen tätig ist. Dank seiner Arbeit können wir nun noch besser Eure Interessen vertreten und Euch in rechtlichen Auseinandersetzungen zur Seite stehen. In ADK-Angelegenheiten berät Rechtsanwalt Schneegans den Vorstand der Kirchengewerkschaft Niedersachsen in seiner Auseinandersetzung mit der kirchlichen Arbeitgeberseite.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt dieser Mitgliederversammlung war die Beitragsanpassung 2019. Seit 2012 waren unsere Gewerkschaftsbeiträge gleich geblieben. Die Kosten für externe Anwälte, Rechtsverfahren, mit denen wir die Interessen unsere Mitglieder vertreten haben und nicht zuletzt unseren büroorganisatorischen Alltag aber stiegen. Aus diesem Grund legte der Erweiterte Vorstand der Mitgliederversammlung den Antrag auf eine Beitragserhöhung vor, die an diesem Tage einstimmig beschlossen wurde.

Die aktuelle Beitragstabelle stellt sich ab dem 01.07.2019 nun folgendermaßen dar:

Aber auch das Feiern durfte nicht zu kurz kommen:

Wie bei jeder Mitgliederversammlung wurden auch in diesem Jahr einige unserer Mitglieder anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums bei der Kirchengewerkschaft Niedersachsen geehrt. Mit Britta Freiburger, Ingrid Junke, Isabella Badowski, Beata Braun, Thomas Müller und Dieter Herren bestand dieses Mal knapp die Hälft der Jubilare aus Mitgliedern unseres Vorstands.

Wir danken Euch allen dafür, dass Ihr unsere Arbeit schon so lange unterstützt und unsere Gewerkschaft durch Eure Mitgliedschaft zukunftsfähig macht!

Einheitlicher Tarifvertrag für alle Beschäftigten

Noch im Mai finden zwei gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen beider Seiten der ADK statt. Dabei werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von TV-L und TVöD herausgearbeitet. Die kirchlichen Arbeitgeber und die Arbeitnehmerorganisationen haben das gemeinsame Ziel wieder einheitliche Tarifbedingungen innerhalb des Geltungsbereichs der Dienstvertragsordnung zu schaffen. Näheres von der ADK-Sitzung vom 09.05.2019 könnt ihr im ADK-Info nachlesen: